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Saatgut-MarkenWie wird Löwenzahnsamen gesät?
Löwenzahnsamen gehören zu den sogenannten Lichtkeimern in der Anzucht. Das bedeutet: Sie brauchen Licht, um zu keimen. Beim Säen werden die feinen Samen deshalb nicht oder nur ganz leicht mit Erde bedeckt. Am einfachsten ist es, den Boden oder das Substrat gut vorzubereiten, die Saat gleichmäßig auszustreuen und sie anschließend vorsichtig anzudrücken.
Löwenzahn liebt einen lockeren, feinkrümeligen Boden. Klumpige Erde erschwert die Keimung. Nach der Aussaat wird die Fläche sanft angegossen, am besten mit einer Sprühflasche oder einer feinen Brause, damit die Samen nicht weggeschwemmt werden.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Löwenzahnsamen?
Löwenzahn ist erstaunlich kältetolerant. Die Hauptaussaatzeit liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden frostfrei ist. Du kannst Löwenzahnsamen aber auch im Spätsommer oder frühen Herbst aussäen, etwa von August bis September.
Eine frühe Aussaat im Frühjahr sorgt für eine kräftige Entwicklung und eine lange Erntezeit. Bei später Aussaat überwintert die Pflanze und treibt im nächsten Jahr besonders früh wieder aus.
Kann Löwenzahn Samen für den Anbau vorgezogen werden?
Ja, das ist problemlos möglich und sogar empfehlenswert, wenn du früh ernten möchtest oder wenig Platz hast. Ab Februar kannst du Löwenzahnsamen auf der Fensterbank vorziehen. Verwende flache Saatschalen mit nährstoffarmer Anzuchterde. Die Samen werden nur angedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. Die Keimtemperatur für die Samen der Heilpflanzen sollte zwischen 15 und 25 °C liegen.
Nach etwa 10 bis 14 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge. Sobald sie kräftig genug sind und mehrere echte Blätter gebildet haben, können sie in größere Töpfe oder ins Beet umziehen.
Welche Abstände musst du bei der Aussaat von Löwenzahn Saatgut einhalten?
Löwenzahn bildet eine kräftige Rosette und eine lange Pfahlwurzel. Deshalb solltest du ihm ausreichend Platz gönnen. Im Beet haben sich folgende Abstände bewährt:
Pflanzabstand |
Reihenabstand |
Empfehlung |
|---|---|---|
ca. 20–25 cm |
ca. 25–30 cm |
optimal für kräftige Pflanzen |
Bei zu engem Stand bleiben die Blätter kleiner und die Pflanzen konkurrieren um Wasser und Nährstoffe.
Kannst du mit einem Saatband den Kräutersamen leichter säen?
Saatbänder können bei sehr feinem Saatgut tatsächlich helfen, gleichmäßiger zu säen. Für Löwenzahn sind sie eher selten, aber grundsätzlich geeignet. Der Vorteil: Der richtige Abstand ist bereits vorgegeben, und du sparst dir späteres Ausdünnen.
Wenn du lose Samen verwendest, kannst du sie auch mit etwas Sand mischen. Das erleichtert die gleichmäßige Verteilung beim Aussäen.
Muss der Wildkräuter Samen pikiert werden?
Wenn du Löwenzahn direkt ins Beet säst, ist Pikieren nicht nötig. Bei der Vorkultur in Schalen kann Pikieren jedoch sinnvoll sein. Dabei setzt du die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe um, sobald sie mehrere Blätter gebildet haben.
Das stärkt die Wurzelentwicklung und sorgt dafür, dass jede Pflanze genügend Platz bekommt. Achte darauf, die empfindliche Pfahlwurzel nicht zu beschädigen.
Wo ist der beste Standort für Löwenzahn?
Löwenzahn ist anspruchslos. Löwenzahn benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto aromatischer und kräftiger werden die Blätter.
Der Boden sollte:
- locker
- nährstoffreich
- gut durchlässig
sein. Staunässe mag Löwenzahn nicht, Trockenheit verträgt er dagegen erstaunlich gut.
Kannst du deinen Löwenzahn auf dem Balkon anbauen?
Ja, Löwenzahn eignet sich sehr gut für den Balkonanbau. Wichtig ist ein ausreichend tiefer Topf, idealerweise mindestens 25 bis 30 Zentimeter, damit sich die Pfahlwurzel gut entwickeln kann.
Verwende hochwertige Gemüse- oder Kräutererde und achte auf eine gute Drainage. Ein sonniger Balkon ist perfekt, halbschattig funktioniert ebenfalls.
Ist es möglich, Löwenzahn Indoor anzubauen?
Auch das ist möglich, allerdings mit Einschränkungen. Indoor wächst Löwenzahn langsamer und bleibt meist kleiner. Ein heller Standort oder eine Pflanzenlampe ist wichtig, sonst vergeilen die Pflanzen.
Für den Indoor-Anbau eignen sich besonders junge Blätter, die als Baby-Leaf geerntet werden. Die intensive Wurzelentwicklung der Pfahlwurzeln ist in Töpfen und Schalen begrenzt, weshalb der Fokus eher auf dem Blattgrün liegt.
Was solltest du bei der Pflege und dem Anbau im Garten beachten?
Löwenzahn ist pflegeleicht, aber ganz ohne Aufmerksamkeit kommt er nicht aus. Regelmäßiges Gießen, lockerer Boden und gelegentliches Entfernen von Unkraut sorgen für gesunde Pflanzen.
Wenn du eine starke Ausbreitung verhindern möchtest, solltest du die Blüten rechtzeitig entfernen, bevor sich Samen bilden.
Wie viel Wasser braucht Löwenzahn?
Löwenzahn kommt mit wenig Wasser aus, bevorzugt aber gleichmäßige Feuchtigkeit. Der Boden sollte nicht dauerhaft austrocknen, aber auch nicht nass sein.
Im Topf braucht Löwenzahn häufiger Wasser als im Beet. An heißen Tagen kann tägliches Gießen notwendig sein, vor allem auf dem Balkon.
Musst du das Heilkraut düngen?
Löwenzahn ist kein Starkzehrer. In nährstoffreichem Gartenboden ist meist keine zusätzliche Düngung nötig. In Töpfen oder ausgelaugter Erde kannst du gelegentlich mit einem organischen Dünger nachhelfen.
Kompost, Wurmhumus oder ein milder Kräuterdünger reichen vollkommen aus. Zu viel Dünger macht die Blätter zwar groß, aber weniger aromatisch.
Welche Pflege benötigt Löwenzahn noch?
Neben Wasser und gelegentlicher Düngung freut sich Löwenzahn über:
- lockeren Boden
- regelmäßiges Entfernen abgestorbener Blätter
- ausreichend Platz
Wenn du zarte Blätter bevorzugst, kannst du die Pflanzen zeitweise schattieren oder anhäufeln. Das reduziert die Bitterstoffe.
Wann und wie kannst du Löwenzahn ernten und lagern?
Die Butterblume lässt sich über einen langen Zeitraum ernten – ein echter Vorteil gegenüber vielen anderen Kräutern. Löwenzahn kann ab den ersten Blättern und dann übers ganze Jahr geerntet werden.
Wann ist Löwenzahn erntereif?
Die ersten Blätter kannst du bereits 6 bis 8 Wochen nach der Aussaat ernten. Besonders beliebt sind junge, zarte Blätter im Frühjahr, da sie milder schmecken.
Alle Pflanzenteile der Pflanze kannst du nutzen. Auch Blüten und Wurzeln sind zu unterschiedlichen Zeiten nutzbar:
- Blätter: Frühjahr bis Herbst
- Blüten: April bis Juni
- Wurzeln: Herbst oder zeitiges Frühjahr
Wie erntet man Löwenzahn richtig?
Schneide die äußeren Blätter bodennah ab und lasse das Herz der Pflanze stehen. So kann sie immer wieder neue Blätter bilden. Blüten werden am besten morgens geerntet, wenn sie frisch geöffnet sind.
Für die Wurzelernte wird die gesamte Pflanze ausgegraben. Das empfiehlt sich vor allem bei älteren Pflanzen.
Kannst du auch im Winter Löwenzahn ernten?
Ja, unter günstigen Bedingungen ist das möglich, denn die Pflanze ist winterhart. Im Beet überwintert Löwenzahn problemlos. Bei mildem Winter kannst du einzelne Blätter ernten. Im Topf oder Indoor ist sogar eine ganzjährige Ernte möglich. Löwenzahn ist mehrjährig. Du kannst ihn deshalb über viele Jahre im Freiland ernten.
Wie lange bleibt Löwenzahn knackig und frisch?
Frisch geernteter Löwenzahn hält sich im Kühlschrank etwa 1 bis 2 Tage. Am besten wickelst du die Blätter in ein feuchtes Tuch und lagerst sie im Gemüsefach.
Für längere Haltbarkeit kannst du:
- Löwenzahnblätter einfrieren
- Löwenzahnwurzel trocknen
- Löwenzahnblüten weiterverarbeiten (zum Beispiel zu Sirup)
Welche Krankheiten und Schädlinge treten am Löwenzahn auf?
Löwenzahn ist robust, aber nicht völlig immun.
Welche Pflanzenkrankheiten können Löwenzahn bekommen?
Gelegentlich treten auf:
- Mehltau bei sehr feuchter Witterung
- Wurzelfäule bei Staunässe
Eine gute Durchlüftung und lockerer Boden beugen Problemen vor.
Welche Schädlinge befallen Löwenzahn?
Schnecken mögen junge Blätter, vor allem im Beet. Auch Blattläuse können auftreten, richten aber selten ernsthaften Schaden an. In der Regel reguliert sich das Gleichgewicht im Garten von selbst.
Was solltest du über Löwenzahn wissen?
Löwenzahn ist mehr als nur eine Wildpflanze. Er ist essbar, heilkräftig, ökologisch wertvoll und extrem anpassungsfähig. Seine tiefreichende Wurzel lockert den Boden und holt Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben. Gewöhnlicher Löwenzahn trägt den wissenschaftlichen Namen taraxacum officinale. Er gehört zur Familie der Korbblütler. Oft wird die Blume auch als Butterblume, Kuhblume oder Hundeblume bezeichnet.
Welche beliebten Löwenzahnsorten gibt es für den Garten?
Neben wildem Löwenzahn gibt es gezüchtete Sorten mit:
- größeren Blättern
- milderem Geschmack
- gleichmäßigerem Wuchs
Diese Sorten eignen sich besonders für den gezielten Anbau im Garten oder Topf.
Solltest du besser Bio Löwenzahn Samen für den eigenen Garten online kaufen?
Bio-Löwenzahnsamen sind unbehandelt, frei von chemischen Rückständen und stammen aus kontrolliertem Anbau. Gerade weil du die Pflanze komplett nutzt, ist Bio-Qualität eine sinnvolle Wahl.
Ist Löwenzahn eine gute Bienenweide?
Ja, Löwenzahn ist ausgesprochen insektenfreundlich und ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele heimische Insekten. Seine leuchtend gelben Blüten erscheinen sehr früh im Jahr, oft schon dann, wenn andere Pflanzen noch keine Nahrung bieten. Besonders Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und Schwebfliegen nutzen Löwenzahn als wertvolle Quelle für Nektar und Pollen. Eine einzelne Blüte liefert dabei erstaunlich viel Energie. Wenn du Löwenzahn im Garten, auf dem Balkon oder im Kübel wachsen lässt und nicht alle Blüten sofort aberntest, leistest du einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Insektenvielfalt. Gerade im Frühjahr kann Löwenzahn für viele Bestäuber überlebenswichtig sein.
Wie ist das Aroma und der Geschmack von frischem Löwenzahn?
Löwenzahn schmeckt würzig, leicht bitter und sehr frisch. Junge Blätter sind mild, ältere intensiver. Die Bitterstoffe sind nicht nur geschmacklich interessant, sondern auch gesundheitlich wertvoll. Die kulinarische Köstlichkeit solltest du unbedingt probieren.
Kannst du die gesamte Pflanze verwenden?
Ja, und genau das macht Löwenzahn so besonders:
- Blätter: Salate, Smoothies, Pesto
- Blüten: Sirup, Gelee, Tee
- Wurzeln: Tee, Kaffeeersatz
Kaum eine Pflanze ist so vielseitig.
Wie kannst du die Gewürz- und Heilpflanze Löwenzahn in der Küche und Hausapotheke verwenden?
In der Küche bringt Löwenzahn Abwechslung in Salate, Suppen und Aufstriche. In Wildkräutersalaten sind Blätter und Blüten ein Genuss. Die Blüten lassen sich zu süßem Sirup verarbeiten, der gern als Honigalternative verwendet wird. Deshalb wird der Sirup auch als Löwenzahnhonig bezeichnet.
In der Hausapotheke wird Löwenzahn traditionell zur Unterstützung von Verdauung, Leber und Stoffwechsel eingesetzt – als Tee, Tinktur oder Saft.
Wenn du Löwenzahnsamen online kaufst und selbst anbaust, holst du dir eine vielseitige, robuste und unterschätzte Pflanze nach Hause, die Garten, Balkon und Küche gleichermaßen bereichert.