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186 Sorten · 10 Hersteller

Gurkensamen

Gurkensamen sind dein Startpunkt für eine reiche Ernte im eigenen Garten. Hier erfährst du alles zu Aussaat, Standort, Pflege und Ernte.

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Vorkultur, Aussaat & Ernte bei Gurkensamen

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Häufige Fragen

Wann sät man Gurken?
Ab April warm auf der Fensterbank vorziehen, ab Mitte Mai direkt ins Beet oder Gewächshaus. Gurken sind frostempfindlich und brauchen Wärme zum Keimen (mindestens 20 °C).
Welcher Standort ist ideal für Gurken?
Warm, sonnig und windgeschützt, in humusreichem, lockerem Boden. Im Gewächshaus oder an einer Rankhilfe gedeihen sie besonders gut.
Wie oft muss man Gurken gießen?
Reichlich und gleichmäßig, am besten mit lauwarmem Wasser an die Wurzel. Trockenheit und kaltes Wasser führen zu bitteren Früchten.
Welche guten und schlechten Nachbarn haben Gurken?
Gute Nachbarn sind Dill, Buschbohne, Salat, Zwiebel, Knoblauch und Kohl. Meide Tomate und Kartoffel sowie verwandte Kürbisgewächse wie Zucchini.
Warum werden Gurken bitter?
Bitterstoffe entstehen durch Stress: Trockenheit, Temperaturschwankungen oder kaltes Gießwasser. Gleichmäßige Wärme und Wassergaben beugen vor. Moderne Sorten sind meist bitterfrei.
Wann und wie erntet man Gurken?
Laufend ab Juli, sobald die Früchte die sortentypische Größe haben. Regelmäßiges Ernten regt neue Früchte an – am besten abschneiden, nicht abreißen.

Gurken gehören zu den beliebtesten Gemüsesamen überhaupt – kein Wunder, denn sie wachsen schnell, tragen reichlich und schmecken frisch aus dem Garten einfach besser als aus dem Supermarkt. Ob du Salatgurken, Einlegegurken oder kompakte Snackgurken anbauen willst: Mit dem richtigen Gurkensamen und etwas Grundwissen klappt der Anbau im Freiland, im Gewächshaus und auf dem Balkon zuverlässig.

Wie werden Gurkensamen im Topf, Freiland und Gewächshaus gesät?

Gurkensamen werden in lockerer, humoser und leicht feuchter Erde ausgesät. Lege die Samen etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Ein nährstoffreiches Substrat mit guter Wasserhaltefähigkeit sorgt dafür, dass die Keimlinge nicht austrocknen. Die Erde sollte nicht zu kalt sein – ideal sind Temperaturen zwischen 20 und 25 °C.

Tipp: Decke Aussaatschalen oder Töpfe mit einer Folie oder Haube ab. Das feucht-warme Mikroklima beschleunigt die Keimung und macht sie gleichmäßiger.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Einlegegurken und Salatgurken?

Die Aussaatzeit hängt davon ab, ob du im Freien oder im Gewächshaus anbaust.

Anbauart

Aussaatzeit

Pflanzung ins Freie

Im Haus / Gewächshaus

Mitte März bis Ende April

Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)

Direktsaat im Garten

Ab Mitte Mai

Sobald keine Nachtfröste mehr drohen, kommen die Jungpflanzen ins Beet. Gurken reagieren empfindlich auf Frost – also lieber ein paar Tage warten.

Kann Gurkensamen für den Anbau vorgezogen werden?

Ja. Beim Aussäen und Vorziehen gewinnst du wertvolle Wochen, besonders bei begrenzter Gartenfläche. Verwende Anzuchtschalen oder kleine Töpfe und stelle sie auf eine helle Fensterbank oder ins Mini-Gewächshaus. Nach dem Keimen die Pflanzen nicht zu nass halten – sonst droht Wurzelfäule. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zur Gurken Aussaat.

Welche Abstände musst du bei der Aussaat von Gurkensamen im Garten einhalten?

Gurkenpflanzen brauchen Platz. Im Freiland gilt: Pflanzabstand 80–100 cm, Reihenabstand 100–150 cm. So bekommen die Pflanzen genug Luft und Licht, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Rankgurken wachsen am Gitter oder Spalier nach oben, Buschgurken brauchen mehr Breite.

Kannst du mit einem Saatband den Gemüsesamen leichter säen?

Ein Saatband ist praktisch, um Gurkensamen gleichmäßig und im richtigen Abstand direkt ins Freiland zu säen. Es spart Zeit und macht das Pikieren überflüssig. Für größere Sorten ist es weniger üblich, bei kompakten Snackgurken kann es aber gut funktionieren. Saatbänder und Saatscheiben eignen sich vor allem für die Direktsaat.

Muss Gurken-Samen pikiert werden?

Wenn du Gurken vorziehst, pikiere sie nach dem Keimen in einzelne Töpfe, sobald das zweite Blattpaar erscheint. Nährstoffreiche Erde verwenden und die empfindlichen Wurzeln dabei schonen. Bei der Direktsaat im Beet entfällt das Pikieren.

Warum keimen die Samen schlecht?

Gurken keimen schlecht, wenn:

  • die Temperatur unter 18 °C liegt,
  • die Erde zu nass oder zu trocken ist,
  • das Saatgut alt oder von geringer Qualität ist.

Verwende immer frische Gurkensamen aus verlässlicher Quelle und halte die Erde gleichmäßig feucht.

Wo ist der beste Standort für Gurkenpflanzen?

Gurken lieben Wärme, Sonne und Windschutz im Gemüsegarten. Der ideale Standort ist:

  • sonnig bis halbschattig,
  • geschützt vor Zugluft,
  • mit humoser, lockerer Erde,
  • reich an Nährstoffen und Feuchtigkeit.

Ein Hochbeet oder Gewächshaus bietet optimale Bedingungen.

Kannst du deine Gurken auf dem Balkon und der Terrasse anbauen?

Ja, das funktioniert gut. Kompakte Sorten wie Mini- oder Snackgurken eignen sich hervorragend für Balkon und Terrasse. Wähle einen Topf mit mindestens 20 Litern Fassungsvermögen, gieße regelmäßig und gib den Pflanzen eine Rankhilfe oder einen Stab zur Unterstützung.

Ist es möglich, Gurkensamen Indoor anzubauen?

Ja – mit ausreichend Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit lassen sich Gurken auch ganzjährig in der Wohnung anbauen. Eine Pflanzenlampe hilft bei Lichtmangel. Am besten geeignet sind Mini-Snackgurken oder Gewächshaus-Sorten, die keine Bestäubung durch Insekten brauchen. Sie haben ein kleines Kerngehäuse und viel Fruchtfleisch. Typische Freilandsorten sind für Fensterbank oder Wintergarten weniger geeignet.

Was solltest du bei der Pflege beachten?

Gurken sind pflegeintensiv, aber dankbar. Unkraut regelmäßig entfernen, den Boden auflockern und gleichmäßig feucht halten. Mulchen mit Stroh oder Rasenschnitt speichert Feuchtigkeit. Bei Rankgurken die unteren Blätter entfernen – das beugt Pilzkrankheiten vor.

Wie viel Wasser brauchen junge Gurkenpflanzen?

Sehr viel – Gurken bestehen zu über 90 % aus Wasser. Die Erde gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden. An heißen Tagen braucht die Gurkenpflanze täglich Wasser. Am besten morgens direkt an die Wurzeln gießen, nicht über die Blätter.

Musst du das Gemüse düngen?

Ja, Gurken sind Starkzehrer. Vor dem Pflanzen den Boden mit Kompost oder organischem Dünger anreichern. Während des Wachstums alle zwei Wochen flüssigen Gemüsedünger geben. Besonders in der Fruchtphase ist eine nährstoffreiche Versorgung entscheidend.

Wie verhinderst du, dass deine Gurken schießen?

Wenn Gurken zu warm, zu trocken oder zu eng stehen, schießen sie – schnelles Wachstum, kaum Früchte. Ausreichend Abstand einhalten, regelmäßig gießen und konstant düngen. Bei extremer Hitze hilft eine leichte Schattierung.

Wann und wie kannst du Gurken ernten und lagern?

Wann sind Gurken erntereif?

Je nach Sorte liegt die Erntezeit etwa 6–8 Wochen nach der Aussaat. Die Früchte sollten kräftig grün und fest, aber nicht zu groß sein. Überreife Früchte schmecken bitter und hemmen die Bildung neuer Gurken. Der Bitterstoff ist eine natürliche Abwehr gegen Schädlinge und macht die Gurke ungenießbar.

Wie erntet man Gurken richtig?

Schneide oder drehe die Früchte vorsichtig mit einem scharfen Messer ab. Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze an, neue Früchte zu bilden.

Kannst du auch im Winter Gurken ernten?

Im Gewächshaus oder beim Indoor-Anbau ist das möglich. Wähle dafür Sorten mit kurzer Kulturzeit und ohne Bestäubungsbedarf.

Wie lange bleibt die Gurke knackig und frisch?

Frisch geerntete Gurken halten sich im Kühlschrank 5–7 Tage. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch bleiben sie länger knackig. Für längere Haltbarkeit kannst du Gurken einlegen oder fermentieren.

Welche Krankheiten und Schädlinge treten an Gurken auf?

Beim Gurkensamen kaufen lohnt es sich, gezielt auf widerstandsfähige Sorten zu achten. F1-Saatgut bringt oft eine Resistenz gegen echten Mehltau sowie eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Gurkenwelke oder den Mosaikvirus – das kann die Ernte retten.

Welche Pflanzenkrankheiten können Gurken bekommen?

  • Echter Mehltau: Weißer Belag auf Blättern, tritt bei Trockenheit auf.
  • Falscher Mehltau: Gelbliche Flecken bei hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Gurkenwelke: Pilzkrankheit, lässt Pflanzen rasch absterben.
  • Wurzelfäule: Durch zu viel Wasser und verdichtete Erde.

Vorbeugen kannst du durch Fruchtfolge, gesunden Boden und gute Belüftung.

Welche Schädlinge befallen Gurken?

  • Blattläuse
  • Spinnmilben
  • Weiße Fliegen
  • Thripse

Nützlinge wie Marienkäfer oder Neempräparate helfen biologisch gegen Schädlinge.

Wie kannst du verhindern, dass Schnecken die Gurken befallen?

Schnecken lieben junge Gurkenpflanzen. Schütze sie mit Schneckenzäunen, Kupferbändern oder natürlichen Barrieren wie Kaffeesatz oder Sägemehl. Abends gießen begünstigt Schneckenbefall – besser morgens wässern.

Was solltest du über Gurkensamen wissen?

Gurkensamen reagieren empfindlich auf Kälte und Feuchtigkeit. Trocken, dunkel und kühl lagern. Die Keimfähigkeit hält in der Regel 4–5 Jahre. Hochwertiges Saatgut sorgt für eine hohe Keimrate und gesunde Pflanzen.

Welche Gurkensorten gibt es und wie werden sie verwendet?

Gurkenart

Verwendung

Besonderheiten

Salatgurken

Frischverzehr

Lang, glatt, mild im Geschmack

Einlegegurken

Einmachen, Pickles

Klein, fest, aromatisch

Schlangengurken

Gewächshauskultur

Hoher Ertrag, empfindlich

Snackgurken

Balkon, Indoor

Kleinwüchsig, ertragreich

Sind Bio-Gurkensamen besser für den eigenen Garten?

Bio-Gurkensamen stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau, sind unbehandelt und meist frei von Gentechnik. Sie fördern eine gesunde Bodenökologie und unterstützen die biologische Vielfalt. Wer beim Anbau auf Nachhaltigkeit setzt, ist mit Bio-Saatgut gut beraten.

Was sind alte Sorten und wie robust sind sie?

Alte Gurkensorten – auch samenfeste Sorten genannt – sind besonders robust und an unser Klima angepasst. Du kannst sie selbst vermehren, ohne dass sie ihre Eigenschaften verlieren. Oft punkten sie mit intensivem Geschmack, höherer Widerstandskraft gegen Krankheiten und besserer Verträglichkeit.

Warum blühen meine Gurken, bekommen aber keine Früchte?

Viele Blüten, aber keine Frucht – das liegt meist an einem Bestäubungsproblem oder an Temperaturschwankungen. Gurkenpflanzen bilden männliche und weibliche Blüten. Nur die weiblichen können Früchte ansetzen, und dafür brauchen sie Bestäuber wie Bienen oder Hummeln.

Fehlen Bestäuber – etwa bei Regenwetter oder beim Indoor-Anbau – fallen die Blüten unbefruchtet ab. Du kannst dann selbst mit einem kleinen Pinsel oder Wattestäbchen den Pollen der männlichen auf die weibliche Blüte übertragen.

Auch Temperaturen unter 15 °C nachts oder anhaltende Hitze über 30 °C bringen die Fruchtbildung zum Stillstand. Ebenso können Nährstoffmangel oder Wasserschwankungen zwischen Trockenheit und Staunässe die Entwicklung hemmen.

Noch ein Hinweis: Viele Gurkensorten bilden zu Beginn der Vegetationsphase überwiegend männliche Blüten. Die weiblichen folgen mit etwas Verzögerung – Geduld zahlt sich hier aus.

Für Gewächshaus- oder Balkon-Anbau eignen sich parthenokarpe Gurkensorten, die ohne Bestäubung Früchte bilden und auch in geschlossenen Räumen zuverlässig ansetzen.

Was haben frische Gurken geschmacklich zu bieten?

Frisch geerntete Gurken schmecken mild, saftig und leicht süßlich. Sie liefern Vitamine (A, C, K), Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie Antioxidantien. Ihr hoher Wassergehalt macht sie zum idealen Sommergemüse.

Sind Gurken mehr als ein Snack für Zwischendurch?

Gurken sind vielseitig einsetzbar. Die Salatgurke ist ideal für den frischen Verzehr und Salate, die kleine Einlegegurken Samen-Sorte macht sich bestens als saure Gurke, Salzgurke oder in anderen Einlegerezepten. Minigurken sind ein gesunder Snack – nicht nur für Kinder. Schmackhaft sind sie alle.

  • Roh: im Salat, als Snack, in Smoothies
  • Eingelegt: mit Dill, Essig und Senfkörnern
  • Fermentiert: für probiotische Power
  • Gekühlt: als Gurkenwasser oder Tzatziki

Tipp: Eingelegte Gurken aus eigener Ernte sind nicht nur lecker, sondern auch ein ideales Geschenk aus der Küche.

Wer neben Gurken noch mehr im Beet anbauen möchte: Kürbissamen und Paprika Samen sind ebenfalls dankbare Sommergemüse, die gut zu Gurken ins Beet passen.