Schwarzwurzel Samen

Schwarzwurzel Samen

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Schwarzwurzel und Schwarzwurzelsamen – Gemüsesamen für eine reiche Ernte

Die Schwarzwurzel ist auch unter dem Namen „Winterspargel“ bekannt. Und das zurecht, denn das Wurzelgemüse sieht dem Spargel ähnlich. Schwarzwurzeln sind typisches Wintergemüse, das sich in heimischen Gärten leicht anbauen lässt. Ihre lange, dunkle Wurzel schmeckt leicht nussig und erinnert an Pastinake oder Spargel.

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Wie wird Schwarzwurzel Saatgut gesät?

Die Aussaat von Schwarzwurzelsamen erfordert etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, denn die Samen sind klein und die Keimung kann anspruchsvoll sein. Du solltest die Samen in Reihen säen, in leicht gelockerten Boden, der humusreich und gut durchlässig ist. Schwarzwurzelsamen werden nur flach mit etwa 2 cm Erde bedeckt. Ist die Saattiefe zu hoch, dauert die Keimung zu lange. Anschließend gut angießen und feucht halten. Die idealen Keimtemperaturen liegen zwischen 12 und 20 °C. Bis zur Keimung können zwei bis drei Wochen vergehen. 

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Schwarzwurzel Samen?

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat liegt zwischen März und Mai. Früh ausgesäte Samen ermöglichen eine lange Vegetationsperiode, sodass die Wurzeln groß und kräftig werden. In milden Regionen kann die Aussaat auch schon Ende Februar erfolgen, sofern keine Frostgefahr besteht. Spätere Aussaaten ab Juni führen oft zu kleineren Wurzeln, da die Pflanzen nicht genug Zeit bis zum ersten Frost haben.

Kann Schwarzwurzelsamen für den Anbau vorgezogen werden?

Ja, Schwarzwurzelsamen können in Töpfen oder Anzuchtkästen vorgezogen werden, um die Keimung zu fördern. Fülle Anzuchterde in kleine Töpfe, säe jeweils 2–3 Samen und halte die Erde gleichmäßig feucht. Sobald die Keimlinge 5–8 cm hoch sind, kannst du sie ins Freie pikieren oder direkt ins Beet setzen. Vorziehen beschleunigt den Start, da die Pflanze bereits eine gewisse Größe erreicht hat, bevor sie ins Beet kommt.

Welche Abstände musst du bei der Anzucht von Schwarzwurzelsamen im Gemüsebeet einhalten?

Schwarzwurzeln brauchen Platz, um die langen Wurzeln gerade auszubilden. Deshalb ist es wichtig, zwischen den Jungpflanzen ausreichend Platz zu lassen. Empfohlene Abstände:

Pflanzabstand

Reihenabstand

5 – 10 cm

30-40 cm



Zu eng gesetzte Samen führen zu krummen Wurzeln, da die Wurzeln sich gegenseitig behindern.

Kannst du mit einem Saatband den Gemüsesamen der Korbblütler im Beet leichter säen?

Ja, Saatbänder sind ideal, um die kleinen Schwarzwurzelsamen gleichmäßig zu verteilen. Die Samen sind bereits in einer dünnen Papierbahn fixiert, sodass du die Abstände exakt einhalten kannst. Saatbänder erleichtern die Aussaat deutlich, besonders für Anfänger. Nach dem Auslegen das Band leicht andrücken und mit Erde bedecken.

Muss Schwarzwurzel-Samen pikiert werden?

Das Pikieren ist nicht zwingend notwendig, kann aber beim Vorziehen sinnvoll sein. Da die Wurzeln sehr empfindlich sind, sollten die Keimlinge vorsichtig gehandhabt werden. Am besten werden sie mit einem Pikierstab oder einem kleinen Löffel vorsichtig umgesetzt, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Im Beet ausgesäte Samen brauchen kein Pikieren.

Wo ist der beste Standort für Schwarzwurzeln?

Schwarzwurzeln bevorzugen sonnige bis halbschattige Lagen. Der Boden sollte locker und humusreich sein. Schwarzwurzeln benötigen einen tiefgründigen Boden, denn die Wurzeln wachsen tief in den Boden. Bis zu 50 cm lange Wurzeln bildet das Gemüse aus. Es ist deshalb gut, wenn der Boden tief gelockert wird. Schwere Lehmböden oder stark verdichtete Erde führen zu krummen Wurzeln. Wichtig: Schwarzwurzeln mögen keine Staunässe.

Kannst du deine Schwarzwurzeln auf dem Balkon anbauen?

Ja, das ist möglich, wenn du ausreichend tiefe Kübel (mindestens 30–40 cm) nutzt. Verwende lockere Blumenerde mit Sandanteil, um die Wurzeln nicht zu behindern. Kübel sollten regelmäßig gegossen werden, da das Substrat schneller austrocknet als im Beet.

Ist es möglich, das Wintergemüse einjährig auf der Fensterbank anzubauen?

Indoor-Anbau ist theoretisch möglich, beispielsweise in tiefen Pflanzkästen auf der Fensterbank oder im Wintergarten. Wichtig: ausreichend Licht, hohe Kübel und gleichmäßige Feuchtigkeit. Die Ernte ist meist kleiner, da die Wurzeln eingeschränkten Raum haben.

Was solltest du bei der Pflege beachten?

  • Halte den Boden locker und unkrautfrei
  • Regelmäßig gießen, besonders bei Trockenheit
  • Mulchen schützt vor Austrocknung und Kälte
  • Bei starker Sonneneinstrahlung abends gießen, um Verbrennungen zu vermeiden

Wie viel Wasser brauchen junge Schwarzwurzelpflanzen?

Junge Pflanzen benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Ein leichter, täglicher Guss ist oft ausreichend, besonders bei sandigen Böden. Bei lang anhaltender Trockenheit ist der Wasserbedarf höher. 

Musst du das Wurzelgemüse düngen?

Schwarzwurzeln profitieren von einer leichten Düngung vor und während der Wachstumsphase. Ideal: Kompost oder organischer Volldünger. Stickstoffarm, aber kalium- und phosphorreich, um lange und kräftige Wurzeln zu bilden.

Wann und wie kannst du Schwarzwurzeln ernten und lagern?

Wann ist Schwarzwurzel erntereif?

Die Ernte erfolgt nach 5–6 Monaten, meist ab November bis Februar. Die Wurzeln sind dann dick, fest und haben ihr volles Aroma entwickelt.

Wie erntet man Schwarzwurzel richtig?

  • vor der Ernte den Boden lockern,
  • mit Grabegabel vorsichtig die Wurzeln vorsichtig anheben und herausziehen,
  • nicht zu stark biegen, da die Wurzeln leicht brechen.

Kannst du auch im Winter Schwarzwurzeln im Freiland ernten?

Ja, Schwarzwurzeln sind frosthart. Bei starkem Frost solltest du die Wurzeln vor dem Ernten leicht abdecken. Im Prinzip kannst du aber im Herbst und Winter nach Bedarf ernten.

Wie lange bleibt die langen Wurzeln knackig und frisch?

Frische Schwarzwurzeln halten bei Lagerung in feuchtem Sand oder Kühlraum mehrere Wochen bis Monate. Im Kühlschrank sind sie 2–3 Wochen frisch. Am besten ist es, wenn du eine Kiste mit feuchtem Sand in den Keller stellst und dort die Wurzeln eingräbst. Dort bleiben sie mehrere Monate frisch.

Welche Krankheiten und Schädlinge treten am Schwarzwurzel auf?

Welche Pflanzenkrankheiten können Schwarzwurzeln bekommen?

  • Wurzelfäule bei Staunässe
  • Blattflecken durch Pilze
  • Echter Mehltau auf Blättern

Welche Schädlinge befallen Schwarzwurzel?

  • Möhrenfliegenlarven
  • Schnecken, besonders bei jungen Pflanzen
  • Blattläuse

Regelmäßige Kontrolle und Fruchtwechsel im Beet helfen, Schäden zu minimieren.

Was solltest du über Schwarzwurzeln wissen?

Schwarzwurzeln tragen den wissenschaftlichen Namen Scorzonera hispanica. Das Gemüse ist ein Korbblütler. Einst waren die Wurzeln als Arme-Leute-Spargel, Gartenhaferwurzel sowie Proletenspargel bekannt. Die schwarzen Pfahlwurzeln mit dem hellen Fleisch sind inzwischen aber eine Köstlichkeit, die in zahlreichen Gourmetküchen auf der Karte steht. Im Garten lassen sich die Wurzeln gut anbauen. 

Schwarzwurzelsamen sind allerdings kleine Diven. Die Keimung der Samen kann langsam und unregelmäßig sein. Schwarzwurzeln brauchen Zeit und Geduld. Mit frischem Saatgut kannst du die Erfolgsquote erhöhen. Die Lagerung der Samen soll bis zur Aussaat trocken, dunkel und kühl sein.

Welche Schwarzwurzel Sorten sind besonders beliebt?

Beliebte Sorten für den Hausgarten:

Sorte

Eigenschaften

Hoffmanns Riesen

Lange, gerade Wurzeln, sehr robust

Silber- oder Schwarzwurzel

Fein im Geschmack, mittlere Länge

Bordeaux

Dunkelbraune Schale, nussiger Geschmack

Sind Bio-Schwarzwurzelsamen besser für den eigenen Garten?

Bio-Samen stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Sie sind besonders für Hobbygärtner interessant, die auf chemische Hilfsmittel verzichten möchten. Geschmacklich gibt es keinen Unterschied, aber Bio-Samen sind oft frischer und keimfreudiger. 

Was sind alte Sorten und wie robust sind sie?

Alte Sorten zeichnen sich durch hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten und wechselnde Witterung aus. Sie sind ideal für Selbstversorger und Gärtner, die eine natürliche, robuste Pflanze bevorzugen. Beispiele: Hoffmanns schwarze Pfahl, Longue de Meaux. Zu den bekanntesten alten Sorten gehören russische Riesen und die Schwarzwurzel Duplex. Beide verfügen über einen sehr exquisiten Geschmack. 

Was haben frische Schwarzwurzel geschmacklich zu bieten?

Frische Schwarzwurzeln haben ein mild-nussiges Aroma, zart-cremige Konsistenz und erinnern an Pastinake oder Spargel. Sie sind vielseitig verwendbar: gedünstet, gekocht, gebraten oder als Suppe.

Wie kannst du den Spargel der armen Leute in der Küche verwenden?

Die Bezeichnung Spargel-der-armen-Leute ist längst ad acta gelegt, denn Schwarzwurzeln werden inzwischen in der Gourmetküche verwendet. Sie sind in der Küche vielseitig einsetzbar und überzeugen mit ihrem mild-nussigen Geschmack. Du kannst sie klassisch kochen oder dünsten, zu cremigen Suppen verarbeiten, in Aufläufen oder Gratins verwenden oder kurz in Butter oder Öl anbraten. Auch roh, fein gerieben in Salaten, entfalten sie ihr zart-süßliches, wohlschmeckendes Aroma. Vor der Zubereitung solltest du die Wurzeln schälen, da die Schale bitter schmecken kann, und die Schnittstellen kurz in Wasser mit etwas Zitronensaft legen, damit sie nicht oxidieren. So bringen Schwarzwurzeln den vollen Geschmack direkt auf deinen Teller. Übrigens sind sie mit Vitaminen und Mineralstoffen voll gestopft und sollen über eine hohe Heilkraft verfügen.