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Saatgut-MarkenWie werden Erbsensamen ausgesät?
Erbsen werden direkt ins Beet gesät, da sie als robuste Frühgemüse gelten. Sie keimen bereits bei niedrigen Bodentemperaturen von etwa 5–8 °C. Die Samen werden in rund 3–5 cm Tiefe abgelegt und anschließend leicht mit Erde bedeckt. Wichtig ist ein gut gelockerter, krümeliger Boden, damit die Keimlinge ungehindert austreiben können.
Um die Keimung zu beschleunigen, kannst du die Samen vor dem Säen 2–4 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen – Pflicht ist das aber nicht.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Erbsen Saatgut?
Erbsen sind echte Frühstarter. Der ideale Aussaatzeitraum ist:
• Frühjahr: Mitte März bis Ende Mai
• Sommer: Zweite Aussaat von Anfang Juli bis maximal Anfang August (je nach Sorte)
Je früher du aussäst, desto besser ist der Ertrag und desto geringer ist der Befallsdruck durch Schädlinge wie Erbsenkäfer.
Kann Erbsensamen für den Anbau vorgezogen werden?
Grundsätzlich ja – nötig ist es aber nur selten. Die meisten Gärtner säen Erbsen direkt ins Beet. Wenn dein Boden im Frühjahr jedoch noch zu kalt oder zu nass ist, kannst du Erbsensamen in biologisch abbaubaren Töpfchen vorziehen. So vermeidest du das spätere Pikieren und schützt die empfindlichen Wurzeln.
Welche Abstände musst du bei der Aussaat von Erbsensamen im Garten einhalten?
Abstände sind wichtig für ein gesundes Wachstum, optimale Durchlüftung und gute Ernte. Hier eine Übersicht:
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Pflanztyp |
Reihenabstand |
Pflanzabstand |
Saattiefe |
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Zuckererbsen |
40 – 50 cm |
3 – 5 cm |
3 – 5 cm |
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Markerbsen |
40 cm |
2 – 4 cm |
4 – 6 cm |
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Kichererbsen |
40 – 60 cm |
Etwa 10 cm |
3 – 4 cm |
Tipp: Säe Erbsen in Doppelreihen – das erleichtert die Pflege und bietet den Pflanzen mehr Halt.
Kannst du mit einem Saatband den Gemüsesamen leichter säen?
Ja! Saatbänder eignen sich besonders, wenn du gerne gleichmäßige Abstände einhalten möchtest, ohne lang mühsam auszumessen. Für Erbsen gibt es spezielle Saatbänder oder Saatscheiben, die das Säen extrem einfach machen – vor allem für Einsteiger.
Muss Erbsen-Samen pikiert werden?
Nein. Erbsen mögen es nicht, wenn ihre Wurzeln gestört werden. Beim Pikieren könnten die zarten Wurzeln verletzt werden. Darum empfiehlt sich entweder die Direktsaat oder das Vorziehen in kompostierbaren Töpfen.
Warum keimen die Samen schlecht?
Schlechte Keimung kann mehrere Ursachen haben:
• Der Boden ist zu kalt oder zu nass
• Alte oder falsch gelagerte Samen
• Staunässe durch undurchlässigen Boden
• Vogelfraß – besonders bei unverdeckten Samen
• Zu tiefe Aussaat
Schütze das Beet ggf. mit einem Vlies oder Netz.
Wo ist der beste Standort für Erbsenpflanzen?
Erbsen lieben:
• Volle Sonne bis halbschattige Bereiche
• Lockeres, humusreiches Substrat
• Gleichmäßige Feuchtigkeit (aber keine Staunässe!)
Als Leguminosen binden Erbsen Stickstoff im Boden – eine tolle Vorfrucht für Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten.
Kannst du deinen Erbsen auf dem Balkon anbauen?
Ja, absolut! Zuckererbsen und niedrig wachsende Sorten eignen sich besonders gut für Balkonkübel, Hochbeete oder Pflanzkästen. Wichtig sind ausreichend große Gefäße (mind. 10–15 Liter), ein Rankgitter und regelmäßiges Gießen. Erbsen erreichen eine Wuchshöhe von ca 80 cm hoch bis zu 2 Metern. Deshalb ist eine Kletterhilfe unerlässlich. Es bietet sich an, auf dem Balkon kleinere Sorten zu verwenden. Empfehlenswert ist zum Beispiel die kleine Markerbse Wunder von Kelvedon, die nur eine Höhe von 70 cm erreicht.
Ist es möglich, Erbsensamen Indoor anzubauen?
Möglich – aber nicht ideal. Erbsen benötigen viel Licht und kühle Temperaturen. Indoor können Keimlinge vergeilen. Wenn du Indoor anbaust, verwende:
• Pflanzenlampen
• Ein kühles Zimmer (10–18 °C)
• Niedrige Sorten
Für die dauerhafte Kultur eignet sich aber der Balkon deutlich besser.
Was solltest du bei der Pflege beachten?
Erbsen sind pflegeleicht. Achte auf:
• Regelmäßiges Gießen
• Rankhilfen (Netze, Stäbe, Drahtgitter)
• Unkrautfreies Beet
• Mulchschichten zur Feuchtigkeitsregulierung
Besonders wichtig: Stütze die Pflanzen, sobald sie 10–15 cm hoch sind. Erbsen ranken und sind meist sehr ertragreich. Sie benötigen deshalb eine Rankhilfe, an der sie klettern können.
Wie viel Wasser brauchen junge Erbsenpflanzen?
Jungpflanzen brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit, besonders während der Blüte und Fruchtbildung. Gieße morgens oder abends, aber vermeide Staunässe.
Musst du das Gemüse düngen?
Nein – oder nur sehr wenig. Erbsen versorgen sich selbst mit Stickstoff. Zu viel Düngung führt zu üppigem Blattwuchs, aber weniger Schoten. Ein wenig Kompost zur Bodenvorbereitung ist völlig ausreichend.
Wann und wie kannst du Erbsen ernten und lagern?
Erbsen wachsen schnell. Je nach Sorte und Züchtung dauert es 10 – 14 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte.
Wann sind Erbsen erntereif?
Die Reife erkennst du so:
• Zuckererbsen: Sobald die Schoten flach, aber prall sind
• Markerbsen: Wenn die Schoten rund und gut gefüllt sind
• Kichererbsen: Wenn die Schoten gelblich werden
Wichtig: Erbsen reifen nicht nach – also zum richtigen Zeitpunkt ernten!
Wie erntest du Zuckererbsen, Markerbsen und Kichererbsen richtig?
• Zuckererbsen: Jung und zart pflücken; häufiges Ernten fördert neuen Fruchtansatz
• Markerbsen: Ganze Schoten abpflücken, Körner später auslösen
• Kichererbsen: Schoten knacken und Körner entnehmen
Am besten morgens ernten – dann sind die Schoten am knackigsten.
Kannst du auch im Winter Erbsen ernten?
Wintererbsen gibt es – aber nur in milden Regionen. Überwinternde Sorten werden im Herbst ausgesät und im späten Frühjahr geerntet. Eine echte Winterernte ist jedoch selten. Wähle deshalb späte Sorten wie die Zuckererbse Sweet Horizon, die du bis weit in den Herbst ernten kannst.
Wie lange bleiben Erbsen knackig und frisch?
Frisch geerntete Erbsen verlieren schnell Süße, da die Zucker in Stärke umgewandelt werden. So bleiben sie frisch:
• Im Kühlschrank: 2–3 Tage
• Tiefgefroren: 6–12 Monate
• Getrocknet (Kichererbsen): mehrere Jahre
Welche Krankheiten und Schädlinge treten an Erbsen auf?
Auch Erbsen bleiben nicht verschont von Krankheiten und Schädlingen. Ob Bio-Markerbse, Knackerbse, Palerbsen oder Schalerbsen - einige Krankheiten und Schädlinge zeigen sich an allen Arten.
Welche Pflanzenkrankheiten können Erbsen bekommen?
• Echter Mehltau
• Wurzelfäule
• Brennfleckenkrankheit
• Fusarium-Welke
• Viruskrankheiten (z. B. Gelbmosaikvirus)
Mit Gartenhygiene und Fruchtfolge kannst du den Krankheiten vorbeugen. Wenn du dich für Sorten entscheidest, die resistent gegen echten Mehltau sind, kannst du den Krankheiten ebenfalls vorbeugen. Gerade Mehltau zerstört häufig die Erbsenernte. Eine hohe Resistenz gegen echten Mehltau bringt zum Beispiel die Markerbse Aloha oder die Zuckererbsensorte Shiraz mit.
Welche Schädlinge befallen Erbsen?
• Erbsenkäfer
• Blattläuse
• Thripse
• Raupen (z. B. Gammaeule)
Ein frühes Saatdatum schützt besonders gut vor dem Erbsenkäfer.
Wie kannst du verhindern, dass Schnecken die Erbsen befallen?
• Bierfallen vermeiden (locken eher an)
• Schneckenzäune aufstellen
• Pflanzen mit Sägespänen oder Schafwolle schützen
• Nützlinge wie Laufenten oder Tigerschnegel fördern
Erbsen sind zwar nicht ihr Lieblingsfutter, aber junge Triebe werden gerne angeknabbert.
Was solltest du über Erbsen Samen wissen?
Erbsensamen sind hartschalig und lange haltbar. Bei richtiger Lagerung halten sie:
• Markerbsen & Zuckererbsen: 3–5 Jahre
• Kichererbsen: bis zu 6 Jahre
Sie sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Sie kommen ursprünglich aus Kleinasien, tragen den wissenschaftlichen Namen Pisum sativum und gehören zu den Hülsenfrüchten.
Welche Erbsenarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Die wichtigsten Kategorien:
• Zuckererbsen: Schoten essbar, süß und zart
• Kaiserschoten bzw. Markerbsen: Körner essbar, müssen ausgelöst werden
• Kichererbsen: Besonders reich an Proteinen, wärmeliebend
• Puffbohnen / Gartenbohnen: botanisch ähnlich, aber keine echten Erbsen
Die Wahl hängt von Geschmack und Verwendungszweck ab. Vorteilhaft ist es, wenn du dich für verschiedene Sorten entscheidest. Es gibt frühe, mittelfrühe und mittelspäte bis späte Sorten. Möchtest du bis in den Spätherbst ernten, solltest du dich für späte Gemüsesorten entscheiden.
Was ist besonders an Erbsen?
• Sie sind Stickstoffsammler und sammeln Stickstoff aus der Luft und verbessern den Boden
• Sehr proteinreich
• Perfekt für kühle Regionen geeignet
• Schnell wachsend – ideal für Anfänger
• Große Sortenvielfalt
Sind Bio-Erbsensamen besser für den eigenen Garten?
Bio-Samen stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau, sind sortenrein und oft robuster gegenüber Krankheiten. Sie sind zudem frei von synthetischen Pestiziden. Für den Hausgarten sind Bio-Samen daher sehr empfehlenswert. Bedenke aber, dass Bio-Saatgut nicht unbedingt samenfestes Saatgut bedeutet. Übrigens bieten viele Saatgut-Hersteller auch demeter Saatgut an, das besonderen Richtlinien unterworfen ist.
Gibt es alte Sorten und robuste Sorten?
Ja! Alte oder historische Erbsensorten erleben gerade eine Renaissance. Sie überzeugen durch:
• hohen Eigengeschmack
• gute Robustheit
• genetische Vielfalt
• besondere Farben und Formen
Beispiele für alte Sorten sind Frühe Heinrich, Kleine Rheinländerin, Carouby de Maussane. Oft verfügt eine alte Erbsensorte über eine sehr hohe Resistenz gegen Krankheiten. Beim Erbsensamen kaufen solltest du auf solche Sorten besonders achten.
Was haben frische Erbsen geschmacklich zu bieten?
Frische Erbsen sind:
• süß
• knackig
• aromatisch
• leicht nussig
Das liegt an ihrem hohen natürlichen Zuckergehalt – je frischer geerntet, desto intensiver ist der Geschmack.
Wie kannst du Erbsen in der Küche verwenden?
Erbsen sind extrem vielseitig und schmackhaft und können vielfältig zubereitet werden. Die Schalen musst du nicht entfernen, denn die Hülsen enthalten viele wichtige Nährstoffe und Vitamine wie Vitamin C und B1. Grüne Erbsen kannst du unter anderem in folgenden Gerichten verwenden:
• In Salaten
• Als Beilage in Butter geschwenkt
• In Suppen und Eintöpfen wie der berühmten Erbsensuppe
• Als Püree oder Risotto
• In Bowls
• In asiatischen Wok-Gerichten
• Als Falafel (bei Kichererbsen)
Zuckerschoten schmecken roh direkt vom Strauch – ein echter Gartensnack!