Lilien kaufen
Lilien gehören zu den ältesten Zierpflanzen überhaupt – und mit den richtigen Lilienzwiebeln holst du dir jedes Jahr aufs Neue große, oft duftende Blüten in den Garten. Bei Caipi findest du eine große Auswahl an Lilien für Beet, Topf und Kübel.
1 Sorten
Juli · Aussaatzeit
Diese Sorten kannst du jetzt vorziehen.
Häufige Fragen
Wann pflanzt man Lilienzwiebeln?
Wie tief pflanzt man Lilien?
Wann blühen Lilien?
Sind Lilien winterhart?
Sind Lilien giftig für Katzen?
Lilien pflanzen – so legst du den Grundstein für prächtige Blüten
Lilien sind Zwiebelpflanzen – das heißt, der Startschuss für eine gute Blüte fällt schon beim Einpflanzen der Lilienzwiebeln. Wer hier ein paar Grundregeln beachtet, wird mit kräftigen Pflanzen und großen Blüten belohnt. Kein Hexenwerk, versprochen.
Wann pflanzt man Lilienzwiebeln?
Die meisten Lilienzwiebeln werden im Herbst gepflanzt, von September bis November – solange der Boden noch frostfrei ist. So können sie vor dem Winter einwurzeln und treiben im Frühjahr kräftig aus. Einige Arten, etwa die Madonnen-Lilie (Lilium candidum), werden am besten schon im August gesetzt, da sie noch im selben Herbst eine Blattrosette bildet.
Tipp: Warte nicht zu lange. Lilienzwiebeln trocknen schnell aus – je früher du sie einpflanzt, desto besser starten sie ins neue Gartenjahr.
Wie tief pflanzt man Lilien richtig?
Als Faustregel gilt: Die Zwiebel kommt in eine Tiefe, die dem Dreifachen ihres Durchmessers entspricht. Bei einer mittelgroßen Zwiebel sind das meist 10–15 cm. Einzige Ausnahme: Lilium candidum (Madonnen-Lilie) wird nur knapp unter die Oberfläche gesetzt, etwa 2–3 cm tief.
Achte darauf, die Zwiebeln mit der Spitze nach oben einzusetzen. Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte mindestens 20–30 cm betragen, damit die Pflanzen später genug Platz haben und gut durchlüftet sind.
Lilien im Topf und Kübel pflanzen
Lilien gelingen auch ohne großen Garten prima im Topf oder Kübel. Wichtig ist ein ausreichend tiefer Behälter (mindestens 30 cm), damit die Zwiebeln genug Platz haben. Verwende durchlässige Erde, mische am besten etwas Sand oder Kompost unter. Eine Drainageschicht aus Kies am Topfboden verhindert Staunässe – die Lilien nicht mögen.
Im Kübel trocknet die Erde schneller aus als im Beet, also regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf gießen.
Welcher Standort und Boden passen zur Lilie?
Lilien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem Boden. Staunässe ist ihr größter Feind – die Zwiebeln faulen sonst schnell. Wer das beachtet, hat schon die halbe Miete.
Sonnig oder Halbschatten – was bevorzugen Lilien?
Die meisten Lilienarten stehen am liebsten sonnig, vertragen aber auch leichten Halbschatten. Asiatische Lilien und Orientalische Lilien mögen volle Sonne, während die Türkenbundlilie (Lilium martagon) auch an halbschattigen Plätzen gut gedeiht. Grundsätzlich gilt: Je mehr Licht, desto kräftiger der Stängel und desto üppiger die Blüte.
Welchen Boden brauchen Lilienzwiebeln?
Lilien bevorzugen einen leicht sauren, humosen Boden mit guter Drainage. Schwere, lehmige Böden solltest du mit Sand auflockern. Wer beim Einpflanzen etwas Kompost untermischt, gibt den Zwiebeln einen nährstoffreichen Start. Staunässe unbedingt vermeiden – das ist der häufigste Fehler beim Lilien pflanzen.
Im Kübel und Topf empfiehlt sich eine spezielle Blumenerde, die du mit Sand mischst, damit das Wasser gut abfließen kann.
Lilien im Beet – worauf kommt es an?
Im Beet profitieren Lilien davon, wenn ihre Wurzeln im Schatten bleiben, während die Blüten in der Sonne stehen. Das erreichst du, indem du niedrige Stauden oder Bodendecker als Nachbarn pflanzt. So bleibt der Boden kühler und feuchter, ohne zu verschlammern.
Welche Lilienarten gibt es? – Ein Überblick über die wichtigsten Sorten
Die Gattung Lilium gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und umfasst rund 80 bis 100 Wildarten sowie unzählige Hybriden und Kreuzungen. Für den Garten sind vor allem einige Gruppen besonders beliebt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Lilienarten.
Asiatische Lilie – pflegeleicht und farbenfroh
Asiatische Lilien sind besonders pflegeleicht und deshalb ideal für Einsteiger. Sie blühen früh im Jahr (meist Juni/Juli), wachsen kompakt und zeigen sich in einem breiten Spektrum an Blütenfarben – von Weiß über Gelb und Orange bis zu kräftigem Rot. Ihre Blüten sind meist aufrecht und haben keinen starken Eigenduft. Asiatische Lilien bevorzugen sonnige Standorte und gedeihen sowohl im Beet als auch im Topf sehr gut.
Orientalische Lilie – groß, duftend, beeindruckend
Orientalische Lilien blühen etwas später als asiatische Sorten, dafür mit besonders großen Blüten und einem intensiven Duft. Die Blütenblätter sind oft gewellt oder gefranst, die Farben reichen von reinem Weiß über Rosa bis zu kräftigem Purpur. Orientalische Lilien bevorzugen einen leicht sauren Boden und sonnige bis halbschattige Standorte. Im Kübel machen sie eine ausgezeichnete Figur auf Terrasse oder Balkon.
Türkenbundlilie (Lilium martagon) – der Klassiker für den Halbschatten
Die Türkenbundlilie (Lilium martagon) ist eine der bekanntesten heimischen Wildformen. Ihre charakteristischen, nickenden Blüten mit zurückgebogenen Blütenblättern sind unverwechselbar. Lilium martagon gedeiht besonders gut an halbschattigen Standorten, etwa unter Gehölzen, und ist sehr winterhart. Sie ist eine der langlebigsten Lilienarten im Garten.
Madonnen-Lilie (Lilium candidum) – eine der ältesten Zierpflanzen
Lilium candidum, die Madonnen-Lilie, zählt zu den ältesten Zierpflanzen überhaupt. Ihre trompetenförmigen, meist weißen Blüten duften intensiv. Im Gegensatz zu anderen Lilienarten wird Lilium candidum sehr flach gepflanzt (nur 2–3 cm tief) und bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort mit kalkhaltigem Boden. Sie bildet noch im Herbst eine Blattrosette.
Tigerlilie – auffällig gefleckt
Die Tigerlilie fällt durch ihre orangefarbenen, dunkel gefleckten Blüten auf. Sie ist robust, wächst kräftig und kommt mit verschiedenen Standorten gut zurecht. Tigerlilien sind eine tolle Wahl, wenn du etwas Wildes und Auffälliges im Beet suchst.
Trompetenlilien – elegant und duftend
Trompetenlilien wachsen besonders hoch und tragen trompetenförmige, duftende Blüten. Sie sind Hybriden, die aus Kreuzungen verschiedener Arten entstanden sind, und beeindrucken durch elegante, oft weiße oder cremefarbene Blüten. Sonnige Standorte mit durchlässigem Boden sind ihr Zuhause.
Lilien-Mischungen – Vielfalt auf einen Streich
Du willst verschiedene Lilienarten ausprobieren? Eine Lilien-Mischung aus dem Sortiment bei Caipi.de ist ideal: Du bekommst unterschiedliche Blütenfarben und Blütezeiten in einem Paket, sodass dein Beet von Frühsommer bis Spätsommer in Blüte steht.
Wann blühen Lilien und was tun, wenn sie verblüht sind?
Lilien blühen je nach Art und Sorte von Juni bis September. Durch die Kombination verschiedener Lilienarten kannst du die Blütezeit über mehrere Monate strecken. Als Schnittblume sind Lilien übrigens kaum zu übertreffen – die langen Stiele und großen Blüten machen sie zum Highlight in der Vase.
Wann blühen welche Lilienarten?
Asiatische Lilien eröffnen die Saison meist im Juni und Juli. Orientalische Lilien folgen im Juli und August mit ihren duftenden Blüten. Trompetenlilien blühen ebenfalls im Hochsommer, Türkenbundlilien oft schon im Juni. Wer eine Lilien-Mischung pflanzt, hat von Juni bis September immer etwas in Blüte.
Was macht man mit Lilien, wenn sie verblüht sind?
Nach der Blüte die Stängel nicht sofort abschneiden. Die Blätter der Lilien produzieren weiter Energie, die in die Zwiebel fließt und sie für das nächste Jahr stärkt. Erst wenn Stängel und Blätter vollständig vergilbt und abgestorben sind, kannst du sie bodennah abschneiden. Verblühte Blütenköpfe darf man aber schon früher entfernen, damit die Pflanze keine Energie in die Samenbildung steckt.
Lilien als Schnittblume
Lilien sind eine der beliebtesten Schnittblumen überhaupt. Schneide die Stiele morgens, wenn noch nicht alle Knospen geöffnet sind – so halten sie in der Vase am längsten. Achtung: Der Pollen der Lilien färbt stark. Wer das vermeiden will, entfernt die Staubbeutel einfach mit einem Papiertuch.
Wie pflegt man Lilien richtig? – Gießen, Düngen und Überwintern
Lilien richtig pflanzen ist der erste Schritt – die richtige Pflege sorgt dafür, dass sie Jahr für Jahr wiederkommen. Dabei gilt: Weniger ist oft mehr, solange Staunässe vermieden wird.
Wie oft und wie viel gießen?
Lilien brauchen regelmäßige, aber maßvolle Bewässerung. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nie nass sein. In Trockenperioden, besonders während der Blüte, etwas mehr gießen. Im Topf und Kübel öfter kontrollieren, da die Erde dort schneller austrocknet. Staunässe unbedingt vermeiden – sie ist die häufigste Ursache für faulende Zwiebeln.
Wie und wann düngen?
Lilien sind keine Vielfraße, freuen sich aber über eine Nährstoffzufuhr im Frühjahr, wenn die Triebe austreiben. Ein organischer Dünger oder Kompost, der beim Pflanzen untergemischt wird, reicht für den Start. Während der Wachstumsphase kannst du alle zwei bis drei Wochen mit einem Flüssigdünger nachhelfen. Nach der Blüte keinen Stickstoffdünger mehr geben – das würde die Einlagerung von Nährstoffen in die Zwiebel stören.
Sind Lilien winterhart? – Überwintern im Beet und im Topf
Die meisten Liliensorten sind winterhart und können problemlos im Beet verbleiben. Eine Mulchschicht aus Laub oder Stroh schützt die Zwiebeln bei starkem Frost. Lilien im Topf oder Kübel sind empfindlicher, da die Zwiebeln dort stärker auskühlen. Hier empfiehlt es sich, den Kübel an einen frostgeschützten Ort zu stellen oder die Zwiebeln auszugraben und kühl, aber frostfrei zu überwintern.
Lilium martagon (Türkenbundlilie) und asiatische Lilien gehören zu den robustesten und winterhartesten Arten. Orientalische Lilien sind etwas empfindlicher und profitieren von einem guten Winterschutz.
Wie vermehrt man Lilien?
Lilien vermehren ist einfacher als gedacht. Die natürlichste Methode ist die Teilung der Tochterzwiebeln, die sich im Laufe der Jahre um die Mutterzwiebel bilden.
Lilien vermehren über Tochterzwiebeln
Im Herbst, wenn die Pflanzen eingezogen sind, kannst du die Zwiebeln ausgraben und die Tochterzwiebeln vorsichtig ablösen. Diese werden direkt wieder eingepflanzt und entwickeln sich zu neuen, eigenständigen Pflanzen. So bekommst du über die Jahre immer mehr Lilien – ganz ohne Zukauf.
Vermehrung über Brutzwiebeln und Schuppenableger
Einige Lilienarten bilden kleine Brutzwiebeln an den Stängeln, die du abnehmen und einpflanzen kannst. Eine weitere Methode ist die Schuppenvermehrung: Einzelne Schuppen der Zwiebel werden abgelöst und in feuchtes Substrat gesteckt. Nach einigen Wochen bilden sich kleine Tochterzwiebeln an der Basis der Schuppe. Diese Methode braucht etwas Geduld, ist aber faszinierend und funktioniert gut bei vielen Lilienarten.
Welche Krankheiten und Schädlinge befallen Lilien?
Lilien sind grundsätzlich robust, aber ein paar Krankheiten und Schädlinge solltest du kennen, damit du schnell reagieren kannst.
Lilienhähnchen – der rote Käfer
Der Lilienhähnchen ist der bekannteste Schädling an Lilien. Der leuchtend rote Käfer und seine Larven fressen die Blätter der Lilien oft bis auf den Stängel kahl. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig und sammle die Käfer und Larven von Hand ab – das ist die effektivste Methode. Früh morgens sind die Käfer am langsamsten und leichter zu erwischen.
Blattläuse an Lilien
Blattläuse befallen Lilien vor allem an jungen Trieben und Knospen. Bei starkem Befall können sie die Blüte beeinträchtigen. Ein kräftiger Wasserstrahl oder ein Sprühmittel auf Basis von Rapsöl hilft meist schon gut. Natürliche Feinde wie Marienkäfer und Florfliegen halten die Population in Schach – ein guter Grund, auf chemische Mittel zu verzichten.
Grauschimmel und andere Pilzkrankheiten
Bei feuchter Witterung und schlechter Luftzirkulation kann Grauschimmel auftreten. Befallene Pflanzenteile sofort entfernen und entsorgen (nicht kompostieren). Vorbeugend hilft ein luftiger Standort und das Vermeiden von Staunässe. Wer zu dicht pflanzt, riskiert mehr Pilzprobleme – also lieber etwas mehr Abstand lassen.
Wissenswertes rund um die Lilie – Bedeutung, Herkunft und Symbolik
Lilien zählen zu den ältesten Zierpflanzen überhaupt und haben eine lange kulturelle Geschichte. Die Gattung Lilium gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und umfasst Arten aus Europa, Asien und Nordamerika.
Woher kommen Lilien?
Die meisten Wildformen der Gattung Lilium stammen aus Asien, besonders aus China und Japan. Einige Arten wie Lilium martagon sind auch in Europa heimisch. Über Jahrhunderte wurden Lilien gezüchtet und gekreuzt, sodass heute eine riesige Vielfalt an Hybriden und Sorten existiert – von kompakten Topfpflanzen bis zu meterhohen Gartenriesen.
Was bedeutet die Lilie symbolisch?
Die Lilie steht in vielen Kulturen für Reinheit, Unschuld und Schönheit. Die weiße Madonnen-Lilie (Lilium candidum) ist ein altes Symbol für Keuschheit und ist eng mit religiöser Ikonografie verbunden. In der Heraldik ist die stilisierte Lilie als „Lilie" (Fleur-de-lis) ein bekanntes Motiv. Dass Lilien als „Todesblumen" gelten, ist vor allem eine kulturelle Konvention – botanisch gesehen sind sie schlicht prächtige Blütenpflanzen.
Sind Lilien giftig?
Ja, viele Lilienarten sind für Katzen hochgiftig – bereits kleine Mengen können zu schweren Nierenschäden führen. Für Menschen und Hunde sind echte Lilien (Gattung Lilium) in der Regel weniger gefährlich, aber Vorsicht ist trotzdem angebracht. Wer Katzen hält, sollte Lilien im Haus und Garten meiden oder zumindest unzugänglich aufstellen.
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