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195 Sorten · 2 Hersteller

Kohlsamen

Kohlsamen sind der Startschuss für eine der vielseitigsten Gemüsekulturen überhaupt: nährstoffreich, winterhart und über viele Monate erntebar.

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Saison

Vorkultur, Aussaat & Ernte bei Kohlsamen

Vorkultur
Aussaat
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Kohlsamen nach Marke

Häufige Fragen

Wann sät man Kohl?
Je nach Art ab Februar/März vorziehen, ab April/Mai auspflanzen. Herbst- und Lagerkohl wird im Mai/Juni gesät.
Welcher Standort passt für Kohl?
Sonnig in nährstoffreichem, festem Boden. Kohl ist ein Starkzehrer und braucht viel Wasser.
Welche guten und schlechten Nachbarn hat Kohl?
Gute Nachbarn sind Sellerie, Salat, Spinat, Erbse und Gurke. Bau Kohl nicht neben anderen Kohlarten an und halte eine mehrjährige Anbaupause ein.
Wie schützt man Kohl vor Schädlingen?
Ein feines Kulturschutznetz hält Kohlweißling und Erdfloh fern. Sellerie als Nachbar vertreibt zusätzlich den Kohlweißling.
Wann erntet man Kohl?
Je nach Art von Sommer bis in den Winter. Lagerkohl erntest du vor strengem Frost.

Kohl gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten im Hobbygarten – und das zu Recht. Ob Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Blumenkohl oder Grünkohl – jede Kohlart hat ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Anbauansprüche. Die richtige Auswahl und Aussaat von Kohlsamen entscheidet darüber, was am Ende auf deinem Teller landet.

Wie wird Kohl Saatgut gesät?

Kohl kannst du direkt ins Beet säen oder in Anzuchtschalen vorziehen. Für die Direktsaat lockerst du den Boden gründlich auf und arbeitest etwas Kompost oder reifen Mist ein. Dann legst du die Kohlsamen etwa 1–2 cm tief in die Erde und drückst sie leicht an.

Bei der Anzucht in Schalen oder Töpfen nimmst du nährstoffarme Aussaaterde. Nach dem Auflaufen der Keimlinge hältst du die Erde gleichmäßig leicht feucht – Staunässe schadet den jungen Pflanzen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Kohl Samen?

Der Aussaatzeitpunkt hängt von der Kohlsorte ab. Frühkohlsorten ziehst du meist ab Februar bis März im Haus oder Gewächshaus vor. Späte Sorten wie Grünkohl oder Rosenkohl kannst du bis Mai oder Juni aussäen.

Kohlart

Aussaatzeit

Pflanzzeit

Erntezeit

Besonderheit

Weißkohl

Feb–Mai

Apr–Jun

Jun–Okt

Klassiker für Sauerkraut

Rotkohl

Mär–Mai

Mai–Jun

Aug–Okt

Hoher Gehalt an Anthocyanen

Wirsing

Feb–Jul

Apr–Aug

Jun–Nov

Frosthart, mild im Geschmack

Blumenkohl

Feb–Jun

Apr–Aug

Jun–Okt

Anspruchsvoll, aber zart

Brokkoli

Mär–Jun

Apr–Aug

Jun–Okt

Schnellwüchsig, vitaminreich

Rosenkohl

Mär–Apr

Mai–Jun

Okt–Feb

Ideal für Winterernte

Grünkohl

Mai–Jun

Jun–Jul

Okt–Feb

Je kälter, desto aromatischer

Chinakohl

Jun–Aug

Jul–Sep

Sep–Nov

Schnellwachsende Herbstsorte

Kohlrabi

Feb–Jul

Apr–Aug

Mai–Okt

Knackige Knollen, früh erntereif

Pak Choi

Mär–Sep

Apr–Okt

Mai–Nov

Asiatische Sorte, mild-würzig

Kann Kohlsamen Blumenkohl, Weißkohl und Co für den Anbau vorgezogen werden?

Ja – und das lohnt sich. Besonders bei frühen Sorten zahlt sich die Vorkultur auf der Fensterbank oder im Frühbeet aus. Die Jungpflanzen bekommen einen Wachstumsvorsprung und sind beim Auspflanzen widerstandsfähiger gegen Schädlinge. Wichtig: Die Keimlinge brauchen ausreichend Licht, damit sie nicht „vergeilen" – also lang und dünn wachsen.

Welche Abstände musst du bei der Aussaat von Kohlsamen im Garten einhalten?

Kohl braucht Platz, weil die Pflanzen kräftige Blätter und Köpfe bilden. Die Abstände variieren je nach Art:

• Weiß-, Rot- und Wirsingkohl: 50–60 cm

• Brokkoli und Blumenkohl: 40–50 cm

Kohlrabi Samen und Pak Choi: 25–30 cm

• Grünkohl und Rosenkohl Samen: 60–70 cm

So können sich die Pflanzen optimal entwickeln und bekommen genug Licht und Nährstoffe.

Kannst du mit einem Saatband den Gemüsesamen leichter säen?

Saatbänder sind praktisch, wenn du gleichmäßige Reihen willst. Die Samen sind bereits im richtigen Abstand eingearbeitet. Du legst das Band in die vorbereitete Rille, deckst es mit Erde ab und gießt vorsichtig an – das Vereinzeln sparst du dir. Allerdings gibt es nicht für jede Kohlsorte Saatbänder und Saatscheiben.

Muss Kohl-Samen pikiert werden?

Wenn du Kohl vorziehst, ist Pikieren – also das Vereinzeln der Jungpflanzen – wichtig. Sobald die ersten echten Blätter erscheinen, setzt du die Pflanzen in größere Töpfe. Die Wurzeln bekommen mehr Platz, die Pflanzen wachsen kräftiger.

Wie verhinderst du, dass die Keimlinge der Kohlsorte schießen?

„Schießen" bedeutet, dass Pflanzen zu früh in die Blüte gehen, bevor sie richtig gewachsen sind. Das passiert meist durch Temperaturschwankungen oder Lichtmangel. Achte deshalb auf:

• gleichmäßige Temperaturen zwischen 15–18 °C

• ausreichend Licht

• mäßiges Gießen

• keine Überdüngung in der Jungphase

Warum keimen die Samen vom Wintergemüse schlecht?

Kohlsamen keimen am besten bei 15–20 °C und gleichmäßig feuchter Erde. Schlechte Keimung kann folgende Ursachen haben:

• zu alte Samen

• zu trockene Erde

• zu tiefe Aussaat

• Pilzbefall

Tipp: Verwende stets frisches, zertifiziertes Saatgut, am besten in Bioqualität.

Wo ist der beste Standort für Brokkoli, Kohlrabi und andere Kohlsorten?

Kohl mag es sonnig bis halbschattig und bevorzugt nährstoffreiche, humose Böden mit guter Wasserhaltefähigkeit. Ein leicht lehmiger Boden mit neutralem pH-Wert ist ideal. Kohl ist ein Starkzehrer – plane deshalb regelmäßige Düngung fest ein.

Kannst du deinen Kohl auf dem Balkon anbauen?

Ja – besonders Kohlrabi, Pak Choi oder Mini-Brokkoli machen sich gut auf dem Balkon. Nimm große Pflanzkübel mit mindestens 10–15 Liter Volumen und sorge für gute Drainage. Ein sonniger bis halbschattiger Platz passt gut.

Ist es möglich, Kohl Indoor anzubauen?

Einige Sorten – etwa Baby-Kohlrabi oder Mini-Wirsing – lassen sich auch indoor kultivieren, wenn du genug Licht hast. Eine LED-Pflanzenlampe hilft dabei. Achte auf gute Luftzirkulation, damit kein Schimmel entsteht.

Was solltest du bei der Pflege beachten?

Boden lockern: regelmäßig hacken, um die Bodenstruktur zu verbessern.

Mulchen: schützt vor Austrocknung und unterdrückt Unkraut.

Gießen: gleichmäßig und bodennah, am besten morgens.

Fruchtfolge beachten: Kohl sollte frühestens nach 3 Jahren wieder auf derselben Fläche stehen.

Wie viel Wasser brauchen junge Kohlpflanzen?

Junge Kohlpflanzen brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit – etwa 20–30 Liter pro m² pro Woche, abhängig von Witterung und Bodenart. Zu wenig Wasser führt bei der Kultivierung zu zähen Blättern oder geplatzten Köpfen. Kohlsorten wie Spitzkohl, Palmkohl, Weißkohl oder Rotkohl wollen immer einen feuchten Boden – Staunässe darf aber nicht entstehen. In Trockenzeiten im Freiland gießt du besonders konsequent.

Musst du die Kohlpflanzen düngen?

Ja, Kohl ist ein Starkzehrer. Ideal ist eine organische Düngung mit Kompost, Hornspänen oder Brennnesseljauche. Bei langen Wachstumsperioden kannst du zusätzlich mit einem Bio-Gemüsedünger nachhelfen.

Wann und wie kannst du Kohl ernten und lagern?

Die meisten Kohlsorten werden während der Sommer- und Herbsternte geerntet. Spätestens wenn die Freilandsaison endet, sollten die meisten Kohlköpfe aus dem Beet und Hochbeet. Nur einige Sorten vertragen Kälte – die kannst du stehen lassen und bei Bedarf ernten. Der Ertrag hängt bei vielen Sorten vor allem von der Pflege ab. Sorten mit kurzer Wachstumszeit wie Kohlrabi kannst du vom Frühjahr bis in den Herbst ernten, wenn du immer wieder nachpflanzt.

Wann ist der Kohl erntereif?

Der Erntezeitpunkt hängt von der Sorte ab:

Frühkohl: 60–80 Tage nach Pflanzung

Späte Sorten: bis zu 180 Tage

Achte darauf, dass die Köpfe fest und voll ausgebildet sind.

Wie erntet man Kohl richtig?

Schneide den Kohl mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden ab. Lass die äußeren Blätter zum Schutz dran. Rosenkohl wird etappenweise geerntet – von unten nach oben.

Kannst du auch im Winter Kohl ernten und sind alle Sorten winterhart?

Grünkohl und Rosenkohl sind echte Winterhelden. Durch die Frosteinwirkung schmecken sie sogar süßer und aromatischer. Nicht alle Sorten taugen aber als Wintergemüse: Kohlrabi, Brokkoli oder Blumenkohl brauchen etwas mehr Wärme. Weißkohl und Wirsing sind dagegen sehr frosttolerant und halten kurzzeitig niedrige Temperaturen ab. Trotzdem solltest du sie möglichst vor dem Frost ernten – durchfrieren dürfen die Köpfe nicht.

Wie lange bleibt Kohl knackig und frisch?

Frische Kohlköpfe halten sich im Kühlschrank bis zu 2 Wochen, in kühlen Kellerräumen sogar mehrere Monate. Eingelagert wird er am besten bei 0–2 °C und hoher Luftfeuchtigkeit.

Welche Krankheiten und Schädlinge treten am Kohl auf?

Beim Kohlsamen kaufen lohnt es sich, gezielt auf resistente Sorten zu achten. Greif beim Kohlgemüse am besten zu Sorten, die gegen Kohlhernie, Schwarzfäule und andere Krankheiten robust sind. Schossfeste Sorten sind ebenfalls im Vorteil. Beim online kaufen wählst du am besten Sorten, die zu deinen Standortbedingungen passen – das reduziert Krankheitsdruck spürbar.

Welche Pflanzenkrankheiten kann Kohl bekommen?

• Kohlhernie: verursacht Wurzelverdickungen – Fruchtfolge einhalten!

• Falscher Mehltau: grauer Belag auf Blättern – luftige Pflanzung hilft.

• Schwarzfäule: bakterielle Krankheit, vor allem bei feuchtwarmer Witterung.

Welche Schädlinge befallen Kohlpflanzen?

• Kohlweißling: Raupen fressen Blätter – mit Netzen vorbeugen.

• Erdflöhe: kleine Löcher in jungen Blättern – Boden feucht halten.

• Blattläuse: mit Brennnesselsud oder Marienkäfern bekämpfen.

• Kohldrehherzmücke: legt Eier an den Wurzeln – Pflanzenwechsel hilft.

Was solltest du über Kohlsamen wissen?

Kohlsamen bleiben bei richtiger Lagerung 4–5 Jahre keimfähig. Trocken, kühl und dunkel aufbewahrt, behalten sie ihre Keimkraft. Altes Saatgut oder Bio-Saatgut ist oft robuster und besser an heimische Bedingungen angepasst. Alle Kohlarten gehören zur Pflanzengattung Brassica – das erklärt, warum sie ähnliche Ansprüche an Boden, Standort und Pflege stellen.

Welche Arten von Kohl gibt es und wie werden sie unterschieden?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

Kopf- und Blattkohl (z. B. Weiß-, Rot-, Wirsingkohl)

Blütenkohlarten (z. B. Brokkoli, Blumenkohl)

Stängel- und Blattstielkohl (z. B. Kohlrabi, Pak Choi)

Jede dieser Gruppen bringt Sorten hervor, die sich in Geschmack, Aussehen und Kulturanspruch unterscheiden. Auch Futterkohl zählt zur Familie der Brassica-Gewächse und wird gelegentlich im Hausgarten angebaut.

Sind Bio-Kohlsamen besser für den eigenen Garten?

Bio-Kohlsamen stammen aus kontrolliertem, gentechnikfreiem Anbau und sind oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Sie werden ohne chemische Beizmittel hergestellt und fördern eine nachhaltige Gartenkultur.

Was sind alte Sorten und wie robust sind sie?

Alte oder traditionelle Kohlsorten wurden über Generationen weitervermehrt. Sie überzeugen durch besonderen Geschmack, Anpassungsfähigkeit und Robustheit. Bekannte Beispiele sind „Filderkraut" (Weißkohl) oder „Lerchenzungen" (Grünkohl).

Was hat frischer Kohl geschmacklich zu bieten?

Frisch geerntet schmeckt Kohl intensiv, leicht süßlich oder nussig – je nach Sorte. Grünkohl entwickelt durch Kälte einen zarten, buttrigen Geschmack, Rotkohl ist leicht fruchtig, Blumenkohl punktet mit feinem, mildem Aroma. Viele Kohlsorten bringen einen deftigen Kohlgeschmack mit, der fest zur deutschen Küche gehört.

Welche Inhaltsstoffe sind beim Kohl besonders gesund?

Kohl ist ein echtes Superfood aus dem Garten. Er liefert Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – darunter Senföle, die als besonders gesund gelten. Gerade im Winter, wenn das Angebot an frischem Gemüse knapp ist, macht sich das bezahlt. Der Vitamin C-Gehalt einiger Kohlsorten kann es mit dem von Orangen aufnehmen. Auch als Betacarotin-Quelle ist Kohl stark. Besonders hervorzuheben sind folgende Inhaltsstoffe:

• Vitamin C: stärkt das Immunsystem und schützt vor freien Radikalen.

• Vitamin K: wichtig für Blutgerinnung und Knochenstoffwechsel.

• Folsäure: unterstützt Zellbildung und Nervenfunktion.

• Ballaststoffe: fördern die Verdauung und ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

• Kalium und Calcium: regulieren den Blutdruck und stärken die Muskulatur.

• Glucosinolate: schwefelhaltige Verbindungen mit antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung, die in Studien mit einer verringerten Krebsentstehung in Verbindung gebracht werden.

Vor allem Grünkohl, Brokkoli und Rosenkohl zählen zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt. Regelmäßiger Kohlverzehr kann das Immunsystem stärken sowie Herz, Kreislauf und Verdauung unterstützen – bei kaum Kalorien.

Was kannst du aus Kohl machen und wie kannst du ihn konservieren?

Kohl ist vielseitig einsetzbar – als Beilage, roh im Salat oder in diversen Gerichten macht er eine gute Figur:

• Frischgerichte: Salate, Bowls, Wokgerichte

• Klassiker: Sauerkraut, Kohlrouladen, Eintöpfe

• Fermentiert: Kimchi oder milchsauer eingelegter Kohl

• Tiefgefroren: blanchierte Blätter halten sich monatelang

• Eingelagert: kühle, dunkle Kellerräume eignen sich gut

Am besten schmeckt Kohl frisch als Rohkost. Beim Erhitzen gehen einige Nährstoffe verloren.

Wer neben Kohlsamen noch weiteres Saatgut sucht: Bei Caipi.de findest du eine große Auswahl an Gemüsesamen für Beet, Hochbeet und Balkon – darunter auch Rettich Samen und Schwarzwurzel Samen für die Herbst- und Winterernte.